Die letzte Glocke von St. Rochus


Die letzte Glocke von St. Rochus.


An dieser Stelle sei der St. Michaelglocke gedacht, die schon seit dem Jahre 1652 den Wollseiferner vom Turm herab Tag für Tag den Angelus geläutet und die Priester und Gläubigen zum Gotteshaus gerufen hat.

 

Sie trägt die Inschrift:

Sanct Michael heischen ich, Wollseifen gehur ich, Jacob v. Trier goß mich 1652

 

Heute befindet sich die Glocke in der Kirche St. Apollonia in Steckenborn.


Während die beiden anderen Wollseifener Glocken 1942 abgehängt und von den Nationalsozialisten eingeschmolzen wurden, hing die Michaelsglocke völlig alleine im Turm von St. Rochus.

In unmittelbarer Nähe des Dorfes Wollseifen befand sich die NS-Ordensburg Vogelsang. Dementsprechend hart umkämpft war das Gebiet damals. Ganz Wollseifen sowie die Kirche St. Rochus wurde dabei stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Michaelsglocke überstand das alles jedoch völlig unbeschadet und gelangte nach dem 2. Weltkrieg letztendlich nach Steckenborn wo man schon lange eine Glocke benötigte.